Was kostet eine Expresslieferung wirklich? Eine vollständige Analyse
Die vollständige Rechnung
Jeder Kraftstoffdistributor – und jeder Altölsammelunternehmer – hat eine Zahl im Kopf, was eine ungeplante Fahrt kostet. Meistens ist das der Aufpreis oder der Kraftstoff- und Fahrerzeitaufwand für eine Fahrt, die nicht auf dem Tourplan stand. Diese Zahl ist real – aber sie ist nicht die vollständige Rechnung.
Die tatsächlichen Kosten akkumulieren sich in drei Dimensionen: den direkten Betriebskosten der Fahrt selbst, den Opportunitätskosten der beanspruchten Kapazität und den Strukturkosten eines reaktiven Logistikmodells.
Die direkten Kosten: was man sieht
Der sichtbarste Kostenanteil ist die Fahrt selbst. Eine Leerfahrt von 100 Kilometern kostet allein an Fahrzeug- und Kraftstoffkosten rund 200 €. Die Mehrkosten, einen Kunden reaktiv statt im Rahmen einer optimierten Tour zu beliefern, liegen typischerweise bei 100–150 € je Lieferung.
Die Opportunitätskosten: was man nicht sieht
Eine Expresslieferung beansprucht Fahrzeugkapazität und Fahrerstunden, die für geplante Lieferungen hätten genutzt werden können. Ein Fahrzeug, das auf einen Expressanruf reagiert, kann nicht gleichzeitig auf seiner geplanten Route fahren. Das führt zu Kaskadeneffekten: verschobene Kunden, Überstunden, oder ein zweites Fahrzeug im Einsatz. Keiner dieser Kosten erscheint direkt auf der Expresslieferungsrechnung.
Die Strukturkosten: was sich aufhäuft
Daten aus FoxInsights-Partnerbetrieben in der Dieselverteilung: Vor der Umstellung auf Füllstandsmonitoring lag die Tankauslastung bei rund 58 %. Nach der Umstellung auf füllstandsbasierte Planung verbesserte sie sich auf 72 %. Dasselbe Liefervolumen, abgedeckt mit weniger, volleren Fahrten. Die Ersparnis je vermiedener Expresslieferung – 100–150 € bei Diesel, über 100 € bei Heizöl B2B – bietet eine direkte Grundlage für die ROI-Berechnung von Monitoring-Infrastruktur.
Dasselbe gilt für ungeplante Abholungen
Der Begriff Expresslieferung beschreibt das Problem aus Sicht des Kraftstoffhändlers. Für Altsammelunternehmer und UCO-Betreiber ist das Äquivalent die ungeplante Expressabholung – ein Bestelleingang, der außerhalb des geplanten Tourhorizonts liegt, weil ein Behälter unerwartet die Kapazitätsgrenze erreicht hat. Die Kostenstruktur ist identisch: feste Fahrtkosten, beanspruchte Fahrzeugkapazität, Planungsunterbrechung. Der Mechanismus der Eliminierung ebenfalls: tägliche Füllstandsdaten, die das Planungsteam handeln lassen, bevor der Behälter kritisch wird.
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