Kalenderbasierte vs. füllstandsbasierte Abholung: was fehlendes Wissen wirklich kostet
Das Problem mit kalenderbasierter Tourenplanung
Kalenderbasierte Tourenplanung setzt stillschweigend voraus, dass sich Behälter annähernd vorhersehbar füllen. In der Praxis tun sie das nicht. Das Altölaufkommen einer Werkstatt hängt davon ab, wie viele Fahrzeuge in der jeweiligen Woche in die Werkstatt kamen – nicht vom Kalender. Das Volumen gebrauchter Speiseöle in einem Restaurant hängt davon ab, wie viele Gäste kamen und was gekocht wurde – täglich, wöchentlich und saisonal unterschiedlich.
Wenn Füllraten variieren, aber Touren fest sind, akkumuliert sich der Fehler. Fahrten erfolgen, wenn Behälter nicht abholbereit sind. Behälter laufen gelegentlich über, bevor der nächste geplante Besuch stattfindet. Der Tourplan für Dienstag sieht aus wie der vom letzten Dienstag – unabhängig davon, was in der Zwischenzeit tatsächlich passiert ist.
Was es kostet
Eine Abholfahrt hat relativ feste Kosten: Kraftstoff, Fahrerstunden, Fahrzeugverschleiß. Diese Kosten verändern sich kaum, egal ob der Behälter zu 40 % oder zu 90 % gefüllt ist. Die abgeholte Menge hingegen skaliert mit dem Füllstand. Eine Fahrt zu einem Behälter mit 40 % Füllstand erbringt etwa halb so viel Material wie dieselbe Fahrt bei 80 % Füllstand – bei annähernd gleichen Kosten.
Daten aus FoxInsights-Partnerbetrieben zeigen: Ohne Füllstandsmonitoring sind Abholungen über den gesamten Bereich von 30 % bis 100 % Füllstand verteilt – ein erheblicher Anteil erfolgt unter 70 % Kapazität. Der aggregierte Effekt ist messbar: Altölsammler reduzierten ihre Logistikkosten um 35 % nach Umstellung auf füllstandsbasierte Planung. UCO-Betriebe erzielten in Pilotdaten 2026 einen Margenanstieg von +45 % je Tour.
Was füllstandsbasierte Abholung verändert
Der Umstieg ist im Prinzip einfach: Statt Touren nach einem Kalender zu planen, plant man aus einer Füllstandswarteschlange. Jeder Behälter wird täglich automatisch gemessen. Die Plattform erstellt ein Verbrauchsmodell auf Basis historischer Daten. Sobald ein Behälter den Abholschwellenwert innerhalb des Planungshorizonts erreicht, erscheint er in der Warteschlange. Touren werden nach dem gebaut, was tatsächlich abholbereit ist – nicht nach dem, was zuletzt besucht wurde.
Die unmittelbaren Effekte: weniger Fahrten zu nicht abholbereiten Behältern; höherer durchschnittlicher Füllstand bei der Abholung; weniger Überläufe; weniger Ad-hoc-Koordinationsaufwand für Disponenten. FoxInsights integriert sich in bestehende ERP- und Planungssysteme – darunter X-Oil, Microsoft Dynamics Navision und SAP.
Die Entscheidung
Die Frage ist nicht, ob füllstandsbasierte Abholung effizienter ist als kalenderbasierte. Die Datenlage ist eindeutig. Die Frage ist, was die aktuelle Lücke zwischen Ihrer geplanten und Ihrer optimalen Tourengestaltung kostet – und ob Transparenz über Ihr Behälternetzwerk diese Lücke schließen kann.
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